Künftige Rente

Welche Renten sind zu erwarten? Werden wir davon leben können? Welche Informationen liefert uns die Renteninfo, die wir jährlich erhalten?

Eine grundlegende Beschreibung des Rentensystems gibt es hier:

http://www.recht24.de/a/die-gesetzliche-rentenversicherung-%E2%80%93-ein-%C3%BCberblick

In den Jahren 2003 bis 2013 gab es bei den Rentenanpassungen 4 Nullrunden (2004, 2005, 2006 und 2010) sowie Erhöhungen zwischen 0,54% (2007) und 2,41% (2009), über den gesamten Zeitraum gerade mal + 8,51%. Verglichen mit den Preissteigerungen erübrigt sich dazu jeglicher Kommentar.

(Quelle: http://buergerredaktion.de/gastleserbriefe/681-rentenenticklung-in-rd-10-jahren.html)

Eine grobe Kalkulation zur Rentenberechnung lautet wie folgt:

Der „Durchschnittsbürger“, verheiratet, mit Familie und einem Bruttoeinkommen von € 3.000,- bekommt ca. € 2.000,- netto ausgezahlt. Geht er in Rente, so erhält er 40% vom Bruttogehalt, also € 1.200,-. Voraussetzung: Er muß seine Beiträge über einen Zeitraum von 45 Jahren gezahlt haben (= sog. „Eckrentner“)!

Seine Frau erhält als Witwenrente die Hälfte dieser Rente, also € 600,-. Kann man davon leben? Eigentlich erübrigt sich die Frage!

Was steht eigentlich in der Renteninfo der Dt. Rentenversicherung? Das Schreiben beinhaltet gewöhnlich 3 Zahlen. Der 1. Wert ist der Betrag, den man nur dann erhält, wenn man voll erwerbsgemindert ist – eine sehr unwahrscheinliche Situation. Der 2. Wert ist der Betrag, den man aus heutiger Sicht bei Erreichen der Regelaltersgrenze (derzeit 67 Jahre) erhält, wenn man keine weiteren Beiträge bezahlen würde. Der 3. Wert schließlich ist der Betrag, den man erhalten würde, wenn man bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze weiterhin Beiträge wie bisher bezahlen würde. Aktuell ist somit nur der mittlere Betrag.

Entscheidend ist aber, dass die Rente abhängig vom jährlichen Anpassungssatz ist, wobei die beispielhaften Rechnungen in der Renteninfo nicht der bisherigen Entwicklung entsprechen. Außerdem wird sogar darauf hingewiesen, dass eine zusätzliche Absicherung aufgrund der Versorgungslücke wichtiger wird!

Wie hoch kann die staatliche Rente eigentlich maximal sein? Angenommen, jemand hat 45 Jahre lang den Höchstbeitrag gezahlt (also wie oben bereits erwähnt der sog. „Eckrentner“), dann steht ihm (Stand 2014) eine monatliche Rente in Höhe von € 2.325,71 zu – mehr geht nicht!

(Quelle: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/238644/publicationFile/52075/aktuelle_daten_2013.pdf)

Dieser Betrag klingt sicher für die meisten Menschen gut. Wird jedoch die Inflation berücksichtigt, so sieht das gleich ganz anders aus! Geht man von einer tatsächlichen Inflationsrate von nur 3% aus, dann ist der oben genannte Betrag in 24 Jahren nur noch die Hälfte wert – das bedeutet, dass € 100,- heute in 24 Jahren nur noch den Wert von € 50,- haben würden!

 

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