Leben im Alter

Was können künftige Rentner erwarten? Welche Auswirkungen hat die Altersentwicklung? Welche besonderen Risiken gibt es im Alter?

Kurz ein paar Fakten zur Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur:

1960: unter 20 Jahre: 28,4% / 20 bis 60 Jahre: 54,2% / über 60 Jahre: 17,4%

2010: unter 20 Jahre: 18,4% / 20 bis 60 Jahre: 55,3% / über 60 Jahre: 26,3%

2060: unter 20 Jahre: 15,7% / 20 bis 60 Jahre: 45,1% / über 60 Jahre: 39,2%

(Quelle: http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61541/altersstruktur)

Diese Zahlen bestätigen die längst bekannte Tatsache, dass immer weniger Kinder geboren werden, dass die Menschen immer länger leben und dass letztendlich immer weniger Erwerbstätige die Renten für immer mehr Rentner finanzieren müssen.

Speziell die Kombination aus steigender Lebenserwartung, geringer Rentenerhöhung und Inflation / Kaufkraftverlust führt zu einem immer größer werdenden Problem mit dramatischen Auswirkungen.

Noch ein paar Vergleichswerte zur durchschnittlichen Lebenserwartung:

Geburtsjahr 1962: 67,15 Jahre (Männer) / 72,60 Jahre (Frauen)

Geburtsjahr 2012: 78,27 Jahre (Männer) / 83,14 Jahre (Frauen)

(Quelle: http://www.lebenserwartung.info/index-Dateien/ledeu.htm)

Die Tendenz ist weiterhin steigend. SPIEGEL ONLINE hat dazu einen Bericht mit dem Titel „Lebenserwartung in Deutschland steigt auf Rekord“ verfasst. Hier der Link dazu: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/lebenserwartung-in-deutschland-steigt-fuer-frauen-und-maenner-a-859099.html

Letztlich noch einige Kennzahlen zur Altersarmut:

„Seit Einführung der Leistung im Jahr 2003 stieg die Zahl der Grundsicherungsbezieher (..) um 80 Prozent von 258000 auf 465000 – Mitte der 2020er Jahre werde sie bei mindestens einer Million liegen.“

2013 habe über die Hälfte aller Neurentner eine Rente unterhalb des Grundsicherungsniveaus bezogen. „

(Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/943112.altersarmut-wird-zur-lawine.html)

Die OECD warnt bereits davor, dass eine Altersarmut vorprogrammiert sei.  Hier ein Zitat:

„Besonders für Menschen, die nicht ihr ganzes Leben durchgängig voll gearbeitet haben, werde es immer schwieriger, mit dem Geld aus der Rentenversicherung über die Runden zu kommen, heißt es in dem Bericht. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass Geringverdiener privat Altersvorsorge betreiben können.“

(Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Deutschland-droht-grosse-Altersarmut-article11799986.html)

Noch ein letztes Zitat:

„Ende 2012 lag die Durchschnittsrente-West für Männer im Schnitt bei 1005 und für Frauen bei 508 Euro im Monat.“

(Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/altersarmut-in-deutschland-immer-mehr-arme-alte/8970774.html)

Resümee:

Darauf zu hoffen, dass die staatliche Rente später einmal ausreicht, ist definitiv keine Lösung. Zu den Faktoren für unser finanzielles Leben im Alter die wir nicht beeinflussen können, gehören:

  • Entwicklung des Euro
  • Inflation / Kaufkraftschwund
  • Niedrige Renten (bereits heute), geringe Rentenerhöhungen
  • Steuern (mehr darüber unter http://www.steuerartenueberblick.de/)
  • Wohnkosten (Entwicklung von Mieten, Strom, Heizung etc.)
  • Lebenshaltungskosten insgesamt
  • Besondere Risiken: Krankheit im Alter, Pflegebedürftigkeit, „Langlebigkeitsrisiko“

Eine private Vorsorge als Ergänzung zur staatlichen Rente ist aus den genannten Gründen unverzichtbar – allein deshalb, um im Krankheitsfall zusätzliche Kosten abdecken zu können und die eigene Familie abzusichern!

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